Der neue VW Caddy

Noch vor zwei Jahrzehnten fristeten die sogenannten Kastenwagen ein Nischendasein als Dienstfahrzeug des Briefträgers oder Arbeitspferd des Klempners. Das hat sich grundlegend geändert. Die Hochdachkombis werden immer häufiger auch als Familienkarosse oder Freizeitmobil geordert. Kein Wunder, denn sie bieten jede Menge Raum für relativ wenig Geld.

VW Caddy Einer der beliebtesten Vertreter seiner Klasse hierzulande ist der VW Caddy. Vor kurzem feierte die Version 4.0 Händlerpremiere. Das Einstiegsmodell kostet 18.242 Euro. Der hier getestete Caddy mit Zwei-Liter-Bluemotion-Dieselmotor und Trendline-Ausstattung steht für 23.889 Euro in der bis fast 34.000 Euro reichenden Preisliste.

Dem neuen Caddy steht nicht nur Gelb: Die Karosseriedesigner machten aus einem Schuhkarton ein schick dekoriertes Weihnachtspäckchen ohne dem konservativ-eleganten Stil des Hauses untreu zu werden. Der 4,41 Meter lange und knapp 1,80 Meter hohe wie breite VW darf sich auch vor der Schule des Sohnemanns sehen lassen. Zumal der Einstieg in den Fond durch ebenso coole wie praktische Schiebetüren erfolgt. Wer mit dem Caddy größere Transportaufgaben zu erledigen hat, wird auch den riesigen Laderaum hinter der fast eineinhalb Qudratmeter großen Heckklappe zu schätzen wissen: In der fünfsitzigen Variante passen satte 750 Liter hinter die Rücksitzlehnen.

Auch das Reisen im Caddy macht Laune. Nicht nur Fahrer und Beifahrer, sondern auch die Hinterbänkler genießen von ihrer leicht erhöhten Sitzposition einen privilegierten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft sowie jede Menge Bein-, Schulter- und vor allem Kopffreiheit. Die wertige Innenausstattung sorgt für Wohlfühlatmosphäre.

Angetrieben wurde das Testfahrzeug von einem Vierzylinder-Turbodieselmotor, der aus zwei Litern Hubraum 102 PS holt. Die verhelfen dem 1,5-Tonner zu ansehnlichen Fahrleistungen: Aus dem Stand auf Tempo 100 geht’s in weniger als 13 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird erst jenseits der 170 km/h-Marke erreicht. Das maximale Drehmoment von 250 Nm liegt bereits ab 1.300 U/min an und ermöglicht so eine sportliche Fahrweise auch ohne ständiges Rühren in der Fünfgangkulisse. Apropos sportliche Fahrweise: Positiv überrascht waren wir vom knackigen Fahrwerk, das den Fronttriebler auch dank der direkten Lenkung wie eine Limousine flott und sicher durch die Kurven fegen lässt.

„Bluemotion” heißt bei VW Sprit sparen mit Start-Stopp-System, Bremsenergie-Rückgewinnung und rollwiderstandsoptimierten Reifen. Bei den Testfahrten genehmigte sich der so modifizierte Caddy rund fünf Liter Dieselkraftstoff auf hundert Kilometern.

Als funktional darf die Trendline-Ausstattung bezeichnet werden: Serienmäßig an Bord sind unter anderem der Tempomat, ein Radio mit vier Lautsprechern, elektrische Fensterheber sowie getrennt klapp-, winkel- und herausnehmbare Rücksitze. Für Sicherheit sorgen neben Airbags für alle Insassen ABS, ESP samt elektronischer Differenzialsperre und Antriebsschlupfregelung sowie ein Berganfahrassistent.

Fazit: Wer für Familie, Hobby und Beruf das gewisse Etwas mehr an Platz benötigt, dafür aber nicht den Preis eines Vans oder SUVs zahlen möchte, ist mit dem VW Caddy gut bedient. Für relativ kleines Geld bekommt man hier einen grundsoliden Familien- und Gütertransporter, bei dem auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt.

Alles weitere über den neuen VW Caddy findest Du hier: www.volkswagen.de

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