Die neue Mercedes C-Klasse

Mercedes C-Klasse Was mit dem Mercedes 190 vor 31 Jahren als Baby-Benz begann, hat sich zu einer Modellfamilie entwickelt.

Im März kommt Die neue Mercedes C-Klasse. Sie orientiert sich am Flaggschiff der Marke und ist nicht nur stilistisch, sondern auch technisch eine kleine S-Klasse.

Heute verstehen wir kaum, was für eine Sensation der erste kleine Mercedes war. Aber als der 190 am 8. Dezember 1982 zu den Händlern rollt, plagen die Kundschaft Statussorgen. Mercedes gilt damals als Nobelmarke, der Erwerb eines Wagens als Zeichen rechtschaffener Tüchtigkeit — und nun sollen sich Hinz und Kunz einen Benz leisten können?
Können sie nicht, doch trotz hoher Preise entwickelt sich die Limousine zum Bestseller, wächst über vier Generationen zur Modellfamilie. Nun folgt Baby-Benz Nummer fünf. Stilistisch hat auch der W205 wieder die große S-Klasse zum Vorbild, streckt sich um elf Zentimeter auf nun 4,70 Meter und passt damit ganz gut in die Lücke zwischen CLA- und E-Klasse.
Größer bedeutet dieses Mal nicht schwerer: Der Aluanteil steigt vor allem durch den Einsatz an Fahrwerk, Rohkarosse und Anbauteilen von neun auf 48 Prozent. Insgesamt kommen so 100 Kilo Gewichtsersparnis zusammen — damit sollte die C-Klasse in der Basis trotz noch höherer Crashsicherheit rund 1,3 Tonnen wiegen und so 20 Prozent weniger verbrauchen.
Damit es erst gar nicht zu einem Unfall kommt, übernimmt der C fast das ganze Assistenz-Arsenal der S-Klasse: Abstandstempomat mit teilautonomer Staufunktion (bis 60 km/h), Presafe mit City-Notbremssystem und
Fußgängererkennung, Verkehrszeichenerfassung mit Falschfahrwarner, Head-upDisplay, dazu Spurhalte- und -wechselhelfer. So sichert sich die neue Mercedes C-Klasse mit der Stereokamera in der Frontscheibe, zwei Nah- sowie je einem Mittel-und Fernbereichsradar rundum ab, erkennt vorausfahrende, querende, entgegenkommende und sich von hinten nähernde Autos. Als Zugabe assistiert sie mit teilautomatischem Quer- und Längseinparken. Für alle, die auch selbst noch gern etwas zu tun haben, steigert die C-Klasse ihre Dynamik: mit modernerem und schnellerem Infotainment samt Bedienung über Drehdrücker und Touchpad. Vor allem aber dynamisiert sie ihr Handling.
Dazu entwickelte man eine Vierlenker-Vorderachse, bei der Radaufhängung und Federbein voneinander entkoppelt sind. So kann sich beim Einfedern der Sturz verändern, damit der Reifen mit mehr Fläche auf der Straße aufliegt — das steigert Grip, Lenkpräzision und damit Agilität.
Wem das Komfortfahrwerk zu betulich ist, der kann neben einem leicht gestrafften Avantgarde-Setup das Sportfahrwerk mit 15 Millimeter Tieferlegung oder die adaptiv regelnde Luftfederung wählen. Am 15. März startet die neue Mercedes C-Klasse mit den zwei Benzinern 180 (156 PS) und 200 (184 PS) sowie mit dem 170 PS starken Turbodiesel im 220 CDI. Später folgen weitere Varianten des 2,2-Liter-Diesels und der Turbobenziner sowie Sechszylinder, ein AMG mit Vierliter-V8 und Einstiegsdiesel von Renault. Wie jetzt, Renault-Motoren in der C-Klasse? Na ja, wird doch mal wieder Zeit, dass sich die Kundschaft erneut unnötig um den Ruf der Marke sorgt.

Fazit: Die neue Mercedes C-Klasse legt den letzten Hauch Betulichkeit ab: Mit agilerem Setup, moderner Bedienung und traditionell hohe Sicherheit kann sie Maßstäbe in ihrer Klasse setzen.
Weitere Infos auf www.mercedes-benz.de

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