Sicher in den Urlaub

Erst checken, dann fahren, so kommen Sie sicher in den Urlaub – Tipps für eine entspannte Reise in die Ferien.

Die Feriensaison steht wieder an und viele freuen sich auf einige entspannte Tage an fernen Orten mit Familie oder Freunden. Bevor es losgeht, sollte das Ferienfahrzeug einigen unkomplizierten Sicherheitschecks unterzogen werden, damit die Urlaubsfahrt pannenfrei bleibt.

Eine Bridgestone Studie mit 28.700 Reifenchecks in ganz Europa hat ergeben, dass über 78 Prozent aller Autos mit mangelhaften Reifen und über 28 Prozent sogar mit einer Profiltiefe unter dem gesetzlichen Minimum unterwegs sind. Diese Fahrzeuge stellen ein enormes Risiko für ihre Fahrer, die Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer dar. Wenn man nicht zu dieser Risikogruppe gehören will und damit man seine Urlaubsfahrt mit einem guten Gefühl bewältigen kann, hier einige Tipps für urlaubsreife Autofahrer.

Der Reifendruck

Reifen verlieren mit der Zeit Luft, das ist ganz normal. Aber: Mit zu niedrigem Reifendruck zu fahren ist gefährlich. Die Fahrstabilität leidet und das Risiko die Kontrolle zu verlieren steigt. Besonders bei Wohnwagen ist eine stabile Straßenlage jedoch enorm wichtig, damit der Anhänger nicht zur unkontrollierbaren Gefahr für Sie und andere Verkehrsteilnehmer wird.

Auch steigen Spritverbrauch, Hitzeentwicklung und Reifenabrieb bei zu geringem Reifendruck — der Reifen verschleißt schneller. Überprüfen Sie also den Luftdruck auf allen Rädern, auf denen Sie unterwegs sind, vor und auch nach Ihrer Reise. Dabei sollte man darauf achten, dass die zu prüfenden Reifen “kalt”, das heißt nicht warmgefahren, sind.

Den idealen Reifendruckwert für Ihr Fahrzeug findet man auf der Innenseite des Tankdeckels, im Türrahmen oder im Handbuch des Herstellers. Bei schwerer Beladung ist auch ein entsprechend höherer Reifendruck (ungefähr 0,2 Bar plus) sinnvoll. Ist der Luftdruck jedoch zu hoch, sind die Reifen anfälliger für Stöße und nehmen schneller Schaden.

Profil OK?

Messen Sie die Profiltiefe Ihres Fahrzeugs. Per Gesetz sind mindestens 1,6 mm vorgeschrieben, es empfiehlt sich jedoch bereits vor erreichen der Mindestprofiltiefe die Reifen zu erneuern. Eine zu geringe Profiltiefe macht Ihr Fahrzeug anfälliger für Aquaplaning und erhöht das Risiko einer Reifenpanne.

Wenn Sie eine ungleichmäßige Abnutzung Ihres Profils feststellen, konsultieren Sie einen Fachmann, da dies ein Anzeichen für mechanische Probleme sein kann. Auch Risse, Beulen, Fremdkörper im Gummi oder andere Beschädigungen können zur Reifenpanne führen. Bei Wohnwagen gibt es einige Besonderheiten, die Sie bei Ihrem Check beachten sollten. Überprüfen Sie das Handbuch, ob Ihr Modell auf PKW-Reifen fahren darf oder spezielle Transporterreifen mit C Markierung benötigt.

Wohnwagen-Tipps
In der Regel werden Wohnwagen selten öfter als ein Mal im Jahr gefahren. Umso wichtiger ist es, vor Inbetriebnahme die Reifen gründlich zu prüfen. Ist das Profil noch intakt? Sind durch die lange Standzeit Standplatten entstanden? Viele Wohnwagenbesitzer gehen dann erst zum Reifenhändler, wenn der Reifen bereits erste Risse zeigt – zu spät, um eine sichere Fahrt zu gewährleisten. Außerdem können kleine Steinchen in den Profilrillen unerwünschte Rollgeräusche verursachen. Doch selbst, wenn ein Wohnwagenreifen keine äußerlich sichtbaren Schäden aufweist, sollte er spätestens nach 10 Jahren Benutzung ersetzt werden.

Reifenpanne?

Platz für ein Reserverad sollte immer eingeplant werden. Ein vollwertiges Ersatzrad erspart hier gegenüber einem Notrad oder einem Repair-Kit den Ärger eines Werkstattbesuchs während der Urlaubszeit. Der Vorteil eines Repair-Kits oder eines Notrads ist die Platzersparnis. Achten Sie darauf, dass Noträder und geflickte Reifen nur zur Benutzung während der Fahrt zur nächsten Werkstatt erlaubt sind.

Eine interessante Alternative zum Ersatzrad sind sogenannte Run Flat-Reifen, die das Auto trotz Druckabfall stabil in der Spur halten und eine Fahrt zur nächsten Werkstatt ermöglichen, ohne das Auto verlassen zu müssen. Bei einer Reifenpanne auf der Autobahn wird so die Kontrolle über das Fahrzeug gewährleistet und ein Reifenwechsel an Gefahrenstellen, bei schlechtem Wetter oder im Dunkeln vermieden.

Beladung
Badehose, Strandlektüre, Wanderschuhe und vieles mehr gehört selbstverständlich mit ins Reisegepäck, doch eine Überladung des Fahrzeugs ist sehr gefährlich und deshalb auch verboten. Insbesondere bei Wohnwagen kann eine Überladung fatale Folgen haben. Wird die maximale Zuladung nicht überschritten, sorgt eine gleichmäßige Beladung des Autos oder des Wohnwagens für eine bessere Kontrolle.

Und Sie?

Ihr Material sollte auf Ihrer Fahrt möglichst nicht ermüden. Dasselbe gilt für. Sie und alle anderen, die Ihr Fahrzeug während der Reise steuern. Um Unkonzentriertheit und Müdigkeit unterwegs auszuschließen, muss auch Ihre eigene Fitness stimmen, und das erreicht man am besten mit Sport und gesunder Ernährung.

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