Der Subaru Levorg im Test

Subarus gehören nicht unbedingt zu den Alltäglichkeiten auf Deutschlands Straßen. Die Marke mit den sechs Sternen hat es bei den Absatzzahlen hierzulande nicht leicht gegen die deutsche und internationale Konkurrenz.

Subaru Levorg Wenn man einem Exemplar der Marke des weltgrößten Herstellers von Allradfahrzeugen begegnet, riskiert man dafür umso mehr einen zweiten Blick. Das gilt aktuell insbesondere für den neuen Levorg, der mit seinem Blechkleid zweifelsohne aus dem Meer der Kombis optisch heraussticht.

Drei Ausstattungen stehen dem Kaufinteressierten zur Auswahl. Trend (ab 28.900), Comfort (ab 31.400) und die Top-Version „Sport” ab 34.900 Euro. Hier im Test war der „Sport”, der im gefragten „Ice Silver Metallic-Look” nochmal 560 Euro mehr kostet.

Vorneweg: Für die drei Ausstattungsvarianten steht lediglich ein 1,6-Liter Turbobenziner mit 170 Pferdestärken und stufenlosem Automatik-Getriebe Lineartronic sowie Stop&Go-Startautomatik zur Verfügung. Das erleichtert dem Käufer allerdings die Auswahl, muss er sich beider Konfiguration doch nicht durch ein Meer von Sonderausstattungen und Zubehörpaketen wühlen. Bei den derzeitigen Diskussionen um softwaremanipulierte Dieseltriebwerke, muss das auch kein Nachteil sein.

Klar ist auch: Die vergleichsweise dürftige Variabilität vergisst man schnell, wenn man ihn Auge in Auge sieht und vor allem fährt. Subaru schafft es beim Levorg den Kombi wie einen Sportler aussehen zu lassen – und so fährt er auch. Eine verführerische und nicht alltägliche Kombination. Natürlich fällt sofort die Lufthutze auf der Motorhaube ins Auge, die man bereits vom 300 PS-Sportler WRX STi kennt. Das Dach fällt coupeförmig ab, die Radkästen sind leicht ausgestellt, die Seitenschweller betont und auch das Heck wirkt dominant, auch wegen der Auspuffrohre und der großen Leuchten. Per STi Body-Styling-Paket (1.807 Euro) mit Spoilerlippen rundum lässt sich die Optik weiter aufwerten.

Auch das Fahrverhalten passt zur Optik. So kommen zahlreiche Elemente aus den im WRX STi eingesetzten Motoren zum Einsatz. Das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter kommt bereits bei 1800 U/min zur Entfaltung. Entsprechend flott ist der Vortrieb beim Tritt auf das Alu-Gaspedal des 170-PS Gefährts.

Weiterhin stehen dem Fahrer mittels SI-Drive zwei Fährmodi zur Verfügung. Das Fahrzeug startet grundsätzlich im „Intelligent-Modus” für entspanntes Dahingleiten und schwierigere Untergründe. Schaltet man auf dem Multifunktionslenkrad auf den Sportmodus um, legen die Drehzahlen umgehend ein paar 100 Umdrehungen zu. Beim Beschleunigen kommt er so noch besser aus den Puschen, falls gewünscht.

Wem das immer noch zu langweilig ist, nimmt Einfluss auf die Drehzahlen per Schaltwippen am Lenkrad. Und wer ganz Gefallen an der Handschalterei findet, bringt den Schaltknauf kurz in die vorgesehene Stellung für den manuellen Modus. Dann wird der eingelegte Gang im Display dauerhaft angezeigt. In 8,9 Sekunden ist die 100 Stundenkilometermarke auf dem Tacho erreicht. Die Nadel schlägt bei Vollgas bis 210 aus. Dabei läuft der Benziner leise und kultiviert. Für eine sichere Straßenlage sorgen Allradantrieb und Fahrassistenzsysteme. Der 1,57 Tonner verbrauchte durchschnittlich 7,8 Liter. Das Start-Stopp-System machte im Stillstand bei festerem Druck aufs Bremspedal seine Arbeit.

Der Zugang zum Fahrzeug erfolgt schlüssellos. Nähert man sich bei Dunkelheit dem Wagen beginnt die Innenbeleuchtung ihren Dienst zu tun. Nett gemacht: Die Tür öffnet sich automatisch sobald der Griff betätigt wird.
Der wertige Innenraum wird neben dem unten abgeflachten Multifunktionslenkrad von vier Infodisplays dominiert. Die Rundumsicht im 4,69 Meter langen, 1,49 Meter hohen und 1,78 Meter breiten Japaner ist vorbildlich aufgrund relativ schmaler Säulen. Ins Ladeabteil passen 522 Liter, bei umgeklappten Sitzen dachhoch 1.446. Zusätzlicher Stauraum ist in den Seiten und unter dem Boden nutzbar.

Schon in der Basisausstattung “Trend” kommt der Levorg mit Licht- und Regensensoren, Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, SI-Drive, LED-Scheinwerfer, CD-Player und USB-Anschluss. Ab “Comfort” sind Totwinkel- und Querverkehrsassistent sowie Fernlichtassistent an Bord. Damit erfolgt die Umschaltung zwischen Abblend- und Fernlicht bei Nacht automatisch bei eingeschaltetem Fernlicht. Der Querverkehrsassistent tritt in Aktion, wenn sich beim Rückwärtsfahren ein Auto von der Seite nähert – also zum Beispiel beim Ausparken aus einer Einfahrt oder einer Parklücke. Die Topausstattung glänzt mit Navigationssystem sowie bequemen Ledersitzen und einem Audiosystem mit 7 Zoll Display.

Es beinhaltet neben der Smartphonekopplung Mirrorlink das von Subaru entwickelte Infotainmentsystem Starlink, welches in der Funktionalität an ein eingebautes Smartphone erinnert. Über den Touchscreen des Monitors kann man auf Informationen wie Nachrichten oder Wetter zugreifen, Apps aufrufen oder digitale Radioprogramme hören. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt entweder über einen USB-Anschluss oder über Bluetooth. Ein Aux-Anschluss ist ebenfalls dabei, ebenso die Bluetooth-Freisprechanlage. Die intuitive Spracherkennung gewährleistet die Bedienung des Navigationssystems, des Telefons und des Audiosystems während der Fahrt.

Fazit: Mit dem Levorg hat Subaru einen Sportkombi gebaut, der Spaß macht und aus der Masse heraussticht. Zwar gibt es ihn nur als Benziner und mit Automatikgetriebe. Dem Fahrspaß steht das allerdings nicht im Wege. Und die drei Ausstattungsvarianten bieten, was das Herz begehrt.

Alle weiteren Daten vom Subaru Levorg findest du hier: www.subaru.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte die Aufgabe lösen! *