Batteriekiller und Starthilfe

Startschwierigkeiten im Winter- Minusgrade sind Batteriekiller!

Mal wieder das Licht angelassen oder die Tür nicht zugemacht? Tipps, um die Batterie im Auto vor Entladung zu schützen.

Der Schreck am Morgen: Der Motor springt nicht an, nur das Klacken des Anlassers ist zu hören. Die Batterie ist leer. Bei Minustemperaturen im Winter leider kein Einzelfall. Das beweist auch die Pannenstatistik des ADAC, nach der die „Gelben Engel” 2014 in über 700.000 Fällen Starthilfe leisten mussten. Doch warum entleert sich die Batterie? Einfach nur, weil es kalt ist? Um das herauszufinden, untersuchte der ADAC den Stromverbrauch von 25 Neuwagen, den sogenannten Ruhestrom, also die Energie, die ein korrekt abgestelltes Fahrzeug beim Parken verbraucht.

Das Ergebnis: Neuwertige Modelle haben eine intelligente Abschaltautomatik, die erkennt, ob das Fahrzeug ausgeschaltet ist, und den Stromverbrauch nach etwa zwanzig Minuten minimiert. Bleiben Türen oder Kofferraum allerdings über längere Zeit offen, kann die Batterie stärker belastet werden. Und ist sie im Winter bereits geschwächt, reichen Kurzstrecken nicht aus, um genug Energie zum Starten nachzuladen.

Eine kalte Batterie kann ohnehin nur deutlich geringere Strommengen aufnehmen. Der ADAC rät daher, im Winter mit den elektrischen Verbrauchern im Fahrzeug wie beispielsweise der Sitzheizung (100 Watt) hauszuhalten oder die Heckscheibenheizung (180 Watt) oder Lüftung (max. 310 Watt) wieder ganz abzuschalten, wenn sie nicht benötigt werden.

Bei einer leeren Batterie ist eine rettende Starthilfe übrigens gar nicht so schwer. Ansonsten helfen natürlich auch gern die Gelben Engel.

So klappt die Starthilfe
Verbinden Sie mit dem roten Kabel zuerst den Pluspol von Spenderfahrzeug A mit dem Pluspol der Batterie des Pannenfahrzeugs B.
Nehmen Sie nun das schwarze Kabel, und verbinden Sie den Minuspol von A mit einem unlackierten Teil des Motorblocks von B.
Starten Sie Motor A, dann erst Motor B.
Wenn Motor B läuft, schalten Sie mehrere Verbraucher ein, um Spannungsspitzen zu reduzieren.
Trennen Sie danach zuerst das schwarze Kabel von Motorblock B, danach erst von Minuspol A.
Jetzt können Sie auch das rote Kabel entfernen.

Verwenden Sie nur zugelassene Starterkabel mit einem Querschnitt von mindestens 16 mm2 bei Benzinern (Diesel 25 mm2). Außerdem sollten die Polzangen komplett in Kunststoff isoliert sein, um die Kontakte nicht versehentlich zu berühren. Verwechseln Sie nie die Pole (Markierung an der Batterie kontrollieren!), und achten Sie auf die richtige Reihenfolge. So vermeiden Sie Funkenbildung oder einen Kurzschluss.

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