10 Tipps für eine sicheren Herbst

Mit diesen 10 Tipps, bist Du im Herbst und Winter sicher mit Deinem Fahrzeug unterwegs!

Die Nebelscheinwerfer an oder aus? Wie bleibt die Batterie länger fit, und was bringt die Klimaanlage? Wir sagen, worauf Du jetzt im Herbst und auch im Winter achten solltest!

1. Licht-Check: Sehen und gesehen werden
Gutes Sehen bedeutet mehr Sicherheit. Dennoch wird die Beleuchtung am Auto oft stiefmütterlich behandelt. Im Oktober bietet der ADAC im Rahmen der Aktion „Lichttest 2015″ in Prüfzentren und bei seinen Vertragssachverständigen einen kostenlosen Check von Funktion und Einstellung der gesamten Beleuchtung am Auto an. Dazu gehören Abblend-, Fern- und Tagfahrlicht, Nebel-und Bremsleuchten sowie die Blinker. Machen Sie mit! Adressen, wo Sie den Lichttest in Ihrer Nähe durchführen lassen können, gibt es unter www.adac.de/pruefdienste. Bei einer bundesweiten Beleuchtungsaktion im letzten Jahr, wurden bei 46,8 Prozent der überprüften Fahrzeuge mindestens einen Mangel festgestellt. Bei 14 Prozent war das Abblendlicht zu tief eingestellt: Bei den ohnehin schlechten Sichtverhältnissen im Herbst ist eine geringe Leuchtweite nicht ungefährlich. Mehr als 13 Prozent der Scheinwerfer strahlten zu hoch.

2. Frühfrost: Ab wann wird es gefährlich?
Nebel, Regen, Dämmerung – Autofahrer müssen sich in der dunklen Jahreszeit auf schwierige Wetter- und Straßenverhältnisse einstellen. Die Fahrbahnen sind nicht nur nass und oft voller Laub, es kommt auch zu ersten Nachtfrösten. Vor allem in den frühen Morgenstunden, auf Brücken und in Waldgebieten muss mit glatten Straßen rechnen. Fahre hier besonders vorsichtig, und nimm den Fuß vom Gaspedal! Auf die Temperatur, die das Außenthermometer im Fahrzeug anzeigt, sollten man sich dabei nur bedingt verlassen. Die Sensoren messen ca. 30 cm über der Straße. Trotz angezeigter Plusgrade kann der Boden jedoch bereits gefroren sein. Laut ADAC Experten sollte man ab etwa fünf Grad plus auf Straßenglätte gefasst sein.

3. Vorsicht, Nässe!
Das Zusatzzeichen „bei Nässe” unter einem Tempolimit führt bei Autofahrern zu Verunsicherung. Wann ist eine Straße nass? Nässe ist mehr als bloße Feuchtigkeit, sagt die Rechtsprechung (OLG Koblenz DAR 1999, 419). Auf der Straße muss sich eine Wasserschicht gebildet haben, die Fahrbahn also insgesamt mit einem Wasserfilm überzogen sein.

4. Batterie: Gute Pflege lohnt sich!
Bei tiefen Temperaturen nimmt die Leistungsfähigkeit der Akkus ab. Hinzu kommt, dass im Winter mehr Strom benötigt wird. Licht, Gebläse, heizbare Heckscheibe und Sitzheizung können mehr Energie verbrauchen, als die Lichtmaschine nachlädt. Starke Verbraucher wie die Heckscheibenheizung sollten daher so bald wie möglich wieder ausgeschaltet werden. Bei schwächelnden Batterien hilft eine „Kur” am Ladegerät. ADAC Prüfzentren sowie Autowerkstätten prüfen die Kaltstartfähigkeit. Es empfiehlt sich auch, Starthilfekabel mitzunehmen. Dabei gilt: zuerst mit dem roten Kabel die Pluspole verbinden, dann das schwarze an den Minuspol der Spenderbatterie klemmen und mit einem Massepunkt (Motorblock) des Pannenfahrzeugs verbinden.

5 Tagfahrlicht im Herbst: Ja oder nein?
Gesetzlich ist nicht festgelegt, wann Autofahrer mit Tagfahrlicht fahren dürfen oder müssen. Allerdings schreibt § 17 der Straßenverkehrsordnung vor, wann das Abblendlicht eingeschaltet werden muss: während der Dämmerung, bei Dunkelheit und wenn es die Sicht erfordert. Da in den Herbst- und Wintermonaten oft auch tagsüber schlechte Sichtverhältnisse herrschen und die Dämmerung früher einsetzt, reicht das Tagfahrlicht meist nicht aus. Was viele Autofahrer auch nicht bedenken: Die Tagfahrleuchten befinden sich nur vorn am Auto, hinten bleibt es dann unbeleuchtet.

6. Dunkle Jahreszeit – Helle Kleidung
Das Unfallrisiko für Fußgänger steigt bei Dämmerung und Dunkelheit. Hier hilft helle oder reflektierende Kleidung. Mit dunklen Klamotten sind Sie frühestens aus 25 Metern Entfernung zu erkennen, mit Reflektoren und Reflexmaterial bis zu 140 Meter weit. Außerdem: Dunkel angezogene Fußgänger, die im Herbst und Winter in einen Unfall verwickelt werden, haften unter Umständen mit.

7. Baum auf Auto: Wer / zahlt Sturmschäden?
Für Beschädigungen durch herabfallende Äste, Bäume oder Dachziegel haftet der jeweilige Eigentümer, wenn er gegen seine Verkehrssicherungspflicht verstoßen hat. Laut Rechtsprechung sind ihm regelmäßige Kontrollen zuzumuten. Ansonsten sind Sturmschäden erst ab Windstärke 8 durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt. Sie kommt nur für Schäden am Fahrzeug auf, nicht für Mietwagen oder Wertminderung. Außerdem springt sie nur bei Beschädigungen ein, die unmittelbar durch den Sturm entstanden sind. Fährst Du zum Beispiel gegen einen umgestürzten Baum, greift sie nicht. Keine Leistungseinschränkungen gibt es bei der Vollkasko. Wenn diese in Anspruch genommen wird, geht allerdings – anders als bei der Teilkasko – der Schadenfreiheitsrabatt verloren.

8. Im Nebel
Dichte Schwaden über der Straße? Jetzt ist die Nebelschlussleuchte sinnvoll, um von hinten besser gesehen zu werden. Aber Vorsicht: Sie darf erst bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden. Und dann ist maximal Tempo 50 erlaubt! Die Nebelscheinwerfer vorn dürfen dagegen auch bei starkem Regen eingeschaltet werden. Achtung, wenn das Fahrzeug automatisch das Abblendlicht einschaltet – Nebel wird von den Sensoren nicht erkannt.

9.  Rutschbahn für viele Autos
Je nach Wetter und Straßenbelag verändert sich der Bremsweg eines Autos. Auf einer trockenen Fahrbahn beträgt er bei Tempo 100 mit Sommerreifen zwischen 35 und 40 Metern. Auf einer nassen Fahrbahn verlängert er sich bereits auf 50 bis 75 Meter. Kommt – wie jetzt im Herbst – noch Laub oder Schmutz dazu, sind es 75 bis 100 Meter oder sogar mehr. Fazit: Geschwindigkeit anpassen macht Sinn.

10. Klimaanlage: Feuchtigkeit ade!
Was viele nicht wissen: Die Klimaanlage sorgt nicht nur im Sommer für eine angenehme Temperatur. Auch in der Übergangszeit kann sie hilfreich sein. Auch im Herbst leistet die Klimaanlage gute Dienste, weil sie der Luft Feuchtigkeit entzieht, sind beschlagene Scheiben passe. Einfach die Klimaanlage einschalten – bei Klimaautomatik „Auto” – und die Wunschtemperatur wählen. Bei winterlicher Kälte schaltet sich allerdings der Klimakompressor ab, sodass dann die entfeuchtende Wirkung nachlässt. Viele Autos haben einen Innenluftfilter, der für eine gute Belüftung sauber sein sollte. Sinnvoll ist es daher, ihn regelmäßig zu tauschen. Das wird meist im Rahmen der Inspektion erledigt. Lässt die Leistung der Klimaanlage nach, kann fehlendes Kältemittel der Grund sein. Das füllt die Werkstatt nach Beseitigung der Undichtigkeit nach.

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