Gebrauchtes Auto – Gepflegt verkauft sich besser

Ein gebrauchtes Auto verkauft sich gut gepflegt besser!

Laut DAT-Report war 2013 das Aussehen des Fahrzeugs das wichtigste Kaufkriterium gleich nach dem Anschaffungspreis. Michael Degel, Geschäftsführer und Inhaber eines Autohauses in Hof an der Saale, über Autoaufbereitung, Full-Service-Dienstleistung und Pflegefehler.

Wie viel Wert ist Käufern denn ein blitzblankes Fahrzeug?

Ein paar hundert Euro mehr geben sie schon für ein gepflegtes gebrauchtes Auto aus – abhängig natürlich von Fahrzeugalter und Modell. Man ist bereit, das gute Angebot und den höheren Wert zu honorieren. Ein aufbereitetes Auto minimiert darüber hinaus auch die Standzeit auf dem Händlerhof.

Waschen, trocknen, saugen – war’s das? Wo fängt die Aufbereitung an, wo hört sie auf?

Außen- und Innenreinigung sind Basics. Kleine Schäden an Lack, Kunststoff, Polster oder Leder werden mit Smart- und Spot-Repair-Methoden ausgebessert. Zur Kür gehört dann schon die Nanoversiegelung von Lack und Scheiben. Die kostet schnell mal 600 Euro. Also kein Fall für alle Verkaufsfälle.

Was vernachlässigen Autofahrer denn am häufigsten? Und wie sieht eine Basispflege aus?

Lack, Scheiben, Innenraum, Unterboden – das sind die Knackpunkte. Ich empfehle einen Pflegeplan. Dazu gehören neben der regelmäßigen Wartung in der Werkstatt mindestens einmal im Monat die Fahrt durch die Waschanlage, das Saugen, die Reinigung von Scheiben, Kunststoff und der Räder. Das ist schnell erledigt und kostet nicht die Welt. Zweimal im Jahr – nach und vor der Wintersaison – sollte der Lack gereinigt und mit Wachs geschützt, der Unterboden gewaschen und wenn nötig versiegelt werden.

Gehört die Wäsche nach der Reparatur oder der Inspektion im Autohaus nicht mittlerweile zum Standard?

Ja, bei vielen. Autohäuser sind heute idealerweise Full-Service-Dienstleister. Das wird einfach erwartet. Es beeindruckt die wenigsten Kunden, wie der Ölwechsel war, sondern vielmehr; ob kostenlos mit Kaffee und WLAN-Anschluss die Wartezeit überbrückt werden konnte. Steht das Auto dann noch frisch gewaschen auf dem Hof – wunderbar!

Make-up täuscht manchmal allerdings über technische Mängel hinweg. Wie kommen Käufer dieser Masche einiger weniger Händler auf die Schliche?

Für den Laien ein schwieriges Unterfangen. Im Kfz-Brief steht der letzte Halter, der über Unfälle und Reparaturen aufklären kann. Und anhand des Kundendienstscheckheftes lässt sich die betreuende Werkstatt ausfindig machen. Die weiß ebenso Bescheid.

Das Aussehen eines Fahrzeugs wird immer wichtiger und beeinflusst das Kaufverhalten. Auch ein gebrauchtes Auto kann nach Jahren noch schön aussehen.

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