ESP Pflicht seit 1. November 2014

Mehr Verkehrssicherheit in der EU durch ESP Pflicht!

Ab dem 1. November 2014 muss jedes in der Europäischen Union neu zugelassene Fahrzeug mit einem Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP) ausgerüstet sein. Das bedeutet eine Ausweitung der seit dem 1. November 2011 geltenden Regelung, nach der alle neuen Pkw- und Nutzfahrzeugmodelle mit dem Sicherheitssystem ausgestattet sein müssen.

Bereits im Mai 2009 plädierte die DVW für ESP als Serienausstattung in jedem Neuwagen. Bislang galt die Pflicht lediglich für Fahrzeuge, deren Typengenehmigung nach dem 1. November 2011 erteilt wurde. “Die Deutsche Verkehrswacht hält diese Entscheidung für einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit. Technikexperten schätzen, dass ESP rund 80 Prozent aller Schleuderunfälle vermeiden wird”, erklärt Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D. ESP kann das Ausbrechen und Schleudern eines Fahrzeugs verhindern. Das System greift ein, sobald es erkennt, dass sich die Lenkbewegung des Fahrers von der tatsächlichen Fahrtrichtung unterscheidet und das Fahrzeug instabil wird. Es reduziert dann das Motormoment und bremst gegebenenfalls gezielt und in Sekundenbruchteilen einzelne Räder ab und verhindert so ein Über- oder Untersteuern. Das Fahrzeug bleibt auf Kurs ganz gleich ob beim Fahren, Beschleunigen oder Abbremsen.

ESP kann die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, weil:

  • es gefährliche Seitencrashs vermeiden kann. Im Falle eines unvermeidbaren Aufpralls kann ESP dazu beitragen, dass das Auto nicht mit der Seite seiner verwundbarsten Stelle sondern mit der Front auf das Hindernis prallt, wo eine erheblich größere Knautschzone und die Frontairbags die Insassen besser schützen.
  • es auch Familienautos sicherer macht. ESP kann gerade bei Autos mit hohem Schwerpunkt wie Vans, SUVs und Transportern das Unfallrisiko erheblich senken.
  • es kleine Fahrfehler besser ausbügelt als der durchschnittliche Autofahrer und missglückte Lenkmanöver ausgleicht.
  • es oft zusammen mit anderen Sicherheitsassistenten eingebaut wird, wie dem Antiblockiersystem (ABS) und der Antriebsschlupfregelung (ASR), die das Durchdrehen der Räder verhindern kann.

Ungeachtet aller technischen Fortschritte appelliert die DVW an eine verantwortungsvolle Fahrweise, wie Prof. Bodewig erläutert: “ESP ist kein Freibrief zum Rasen. Auch dieses System hat seine Grenzen oder kann einmal nicht funktionieren. Die Verantwortung für seine Fahrweise bleibt beim Fahrer – kein Sicherheitssystem kann ihm diese nehmen.”

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