Der Honda HR-V 1.6 i-DTEC Elegance im Test

Mit dem HR-V reagierte Honda Ende des vergangenen Jahrtausends als einer der ersten Hersteller auf die steigende Nachfrage nach parklückentauglichen SUVs für die City – so genannten Urban-SUVs. Ein langes Leben war dem kleinen Bruder des weitaus erfolgreicheren CR-V allerdings nicht beschieden. 2006 wurde die HR-V-Produktion eingestellt. Knapp zehn Jahre später nun das Comeback.

Honda HR-V Mit dem Remake des Mini-SUV stoßen die Japaner in ein unter anderem mit dem Dacia Duster, dem Audi Q2, dem Ford Ecosport und dem Nissan Juke inzwischen prominent besetztes Marktsegment. Ob der Neuling hier mithalten kann? Hier im Test, der Honda HR-V mit Dieselmotor und der mittleren Elegance-Ausstattung. Mit 25.390 Euro ist das Testfahrzeug gut 5.000 Euro teurer als der günstigste Benziner.

In Sachen Design wurden beim 4,29 Meter langen, 1,77 Meter breiten und 1,61 Meter hohen HR-V keine Experimente gemacht. Das kuppelförmige Dach sorgt für die trendige Coupéoptik, die bei dem in Mexiko produzierten Japaner durch in die Fensterrahmen integrierte Fondtürgriffe auf die Spitze getrieben wird.

Als SUV macht er durch die bulligen Stoßfänger und die weit ausgestellten Radkästen auf sich aufmerksam. Hier ist der Schein allerdings mehr als das Sein. Der HR-V ist ein gutes Beispiel dafür, dass SUV nicht gleich Geländewagen ist. Ein Allradantrieb wird für das Modell gar nicht erst angeboten. Der Ausflug in Feld und Wald sollte demzufolge nur an trockenen Tagen stattfinden. Auf Asphalt hingegen fühlt sich der Honda das ganze Jahr über wohl.

Der 120 PS starke Dieselmotor sorgt für ausreichend Vortrieb. In zehn Sekunden geht’s im gestreckten Galopp auf Tempo 100 und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 192 km/h ist das SUV eher auf der linken Autobahnspur zu Hause. Fahrspaß auf der Landstraße verspricht das maximale Drehmoment von 300 Nm, das bereits ab 2000 U/ min anliegt. Der sportlich ambitionierte Pilot würde sich allerdings ein etwas knackigeres Fahrwerk wünschen – der über die Vorderräder angetriebene HR-V kommt in flott angegangenen Kurven doch schon ganz schön aus den Federn.

Dafür ist der Japaner ein nahezu schlaglochresistenter und gutmütiger Cruiser. Und noch dazu ein
sparsamer: Wenn der Gasfuß chillt und der Econ-Modus aktiviert ist, lässt sich ein Verbrauch von unter fünf Litern auf hundert Kilometern durchaus realisieren.

Gar nicht asketisch geht’s hingegen bei der Serienausstattung zu. Von den Assistenzsystemen (City-Notbremsassistent, Kollisionswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Berganfahr- und Parkhilfe) bis hin zu den Komfortfeatures (elektronische Feststellbremse, Sitzheizung vorn, Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat) hat der Elegance so ziemlich alles an Bord, was das Autofahrerleben leichter und angenehmer macht.

Highlights sind das Connect-System mit Touchscreen, Internetradio, Browser und App-Integration sowie die hinteren „Magic-Seats“. Letztere lassen sich im Fahrzeugboden versenken, so dass eine 1,5 Kubikmeter große, ebene Ladefläche entsteht. Alternativ können die Sitzflächen nach oben geklappt werden, so dass die Yuccapalme stehend transportiert werden kann. Jede Menge Platz haben auch die Passagiere. Auf der Rückbank finden drei Erwachsene ausreichend Platz für die Fahrt in die Ferien vor. Und auch der Fahrer darf sich angesichts des erfreulich übersichtlichen, intuitiv bedienbaren und nicht zuletzt hübsch illuminierten Cockpits wohlfühlen. Das wertig anmutende Interieur unterstreicht den guten Gesamteindruck, den der HR-V bei unseren Testfahrten hinterlassen hat.

Fazit: Schick ist er, sparsam ist er, flott ist er und gut ausgestattet ist er auch. Insofern hat man bei Honda alles richtig gemacht. Und weil der HR-V so ein sympathischer Typ ist, wünscht man ihm, dass er es im zweiten Anlauf schafft, sich auf den europäischen Straßen zu etablieren.

Alle weiteren Infos über den Honda HR-V bekommst Du hier: www.honda.de

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