VW Tiguan

VW gehörte zwar nicht zu den Vorreitern der bis heute andauernden SUV-Welle im Kompaktsegment. Als aber 2007 der Tiguan das Licht der Welt erblickte, setzte er sich verkaufstechnisch schnell an die Spitze des Segments. Nach einem Facelift 2011 ist es nun anno 2016 Zeit für die zweite Auflage.

VW Tiguan Und auch die schreibt die Erfolgsgeschichte des Tiguan fort, der ab einem Preis von knapp 26.000 Euro bei den Händlern steht. Insgesamt werden vier Ottomotoren bis 200 PS und drei Diesel bis 170 PS angeboten. Wir machten es uns im Tiguan Highline 4M0TION Bluemotion Technology 2.0 I TDI SCR mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bequem auf Leder-/Stoffsitzen, auf denen man auch in flotten Kurven „fest im Sattel“ sitzt.

Doch zuvor sind mindestens 39.975 Euro zu investieren. Durch Sonderausstattungen, unter anderem das Navigationssystem „Discover Pro“ (2.310 Euro), das Fahrerassistenz-Paket „Plus“ mit Head-Up-Display und Lichtoptimierung (1.480), das Top-Paket mit Schiebedach, besondere Innenbeleuchtung und elektrische Gepäckraumklappe (1.360), die Adaptive Fahrwerksregelung DDC (1.045) und die Farbe „Deep Black Perleffekt“ (565 Euro) steigt der Preis des Testwagens mit Topausstattung „Highline“ (alternative Trendine, Comfortline) auf 51.560 Euro an.

Die Innereien des Wolfsburgers sind gekennzeichnet durch hochwertige Materialien, vielfach verstellbare Sitze, ein trendiges digitalisiertes Display über dem Multifunktionslenkrad und den großen 20,3 -Zentimeter-Touchscreenmonitor. Im Handschuhfach befinden sich ein CD-Player und Einschübe für eine SIM-Karte und zwei SD-Karten. Der Klang von CD und selbst von (DAB+)-Radio (245 Euro) aus den acht Lautsprechern ist voll und klar, was Musikfans begeistern dürfte.

Das Navigationssystem bietet unter anderem Zielansteuerung per Sprachbefehl, Verkehrszeichenanzeige und eine TCM-Funktion, die Änderungen im Verkehr im Display darstellt. Beim Druck auf „Car“ zeigen sich umfangreiche Verbrauchsdaten oder Offroad-Infos. Der Bereich „Media“ gibt den Zugang zu CD/DVDs, zwei SD-Kartenschächten, zwei USB-Anschlüssen, Bluetooth-Audio, AUX und W-LAN-Möglichkeiten frei. Hinter „Voice“ verbirgt sich die Sprachsteuerung. Das „Menü“ schafft Smartphoneverbindungen per Android Auto, AppleCarplay und MirrorLink, mit denen man Smartphone-Apps auf den Touchscreen des Infotainment-Systems bringt. Eine Bluetooth-Schnittstelle zum freihändigen Telefonieren ist ebenfalls vorhanden.

Der Tiguan wächst auf 4,49 Meter (Breite 1,84, Höhe 1,64 Meter) der Radstand hat um 7,7 cm zugelegt. Das sorgt für komfortable Kniefreiheit auf den Rücksitzen, deren Lehnenneigung sich verstellen lässt. Wer den Tiguan als Lademeister gebraucht, kann sich jetzt über ein zwischen 615 und 1.655 Liter angewachsenes Ladevolumen freuen. Dabei ist der Boden herausnehmbar.

Schlüssellos startet das Start-Stopp-System. Die 190 PS machen sich aus dem Stand bemerkbar. Das maximale Drehmoment von 400 Nm liegt zwischen 1900 und 3300 U/min an. Auf Tempo 100 geht es in 7,9 Sekunden.
Schluss ist erst bei 212 km/h. Auf Landstraßen und Autobahnen ist der Tiguan ein Gleiter par excelence. Bei Drehzahlen unter 2000 U/min geht er es recht gemächlich an, sollte ein Zwischenspurt zum Überholen anliegen. Dann spricht das Gaspedal, ganz verbrauchsorientiert, eher verzögert an.

Wer es dann flotter braucht, schaltet beispielsweise in den Sportmodus. Dazu muss der Schalthebel in der Gasse lediglich kurz nach hinten gedrückt werden. In diesem Modus werden die Gänge später hochgeschaltet und auch früher wieder herunter. Endgültig flott wird es dann beim Nutzen der Tiptronic. Dazu den Schalthebel nach rechts in die zweite Schaltgasse bewegen und die Gänge manuell durch kurzen Druck nach vorne oder hinten hoch und runterschalten. Alternativ greift der Fahrer per Schaltwippen am Lenkrad ein. Das funktioniert prima. Blitzschnell schaltet das Doppelkupplungsgetriebe die Gänge zurück und die Motorreserven werden für den Spurt aktiviert.

Mehrere Fahrmodi stehen dem Fahrer zur Verfügung!

Mittels Dreh- und Drückschalterkombination (4motion Active Control) kann der Fahrer des Allradfahrzeugs den jeweiligen Untergründen angepasst zwischen den Fahrmodi „Onroad“, „Offroad“, „Offroad Individual“ und „Snow“ wählen. Der normale Straßenmodus ist dabei nochmals individuell anpassbar, etwa mittels „Eco“ für verbrauchsorientiertes oder „Sport“ für dynamisches Fahren.

Dass der Tiguan ein lässiger Gleiter ist, will er auch beim Fahren über Wellen, Schlaglöcher und Kanten beweisen. Die quittiert er traumhaft mit einem müden Lächeln, geht also sehr souverän darüber hinweg. Beim Parkenlückensuchen und Einparken helfen Parkpilot und Parklenkassistent. Wer das Gaspedal nicht allzu sehr strapaziert kommt mit 7,0 Litern Verbrauch hin.

Fazit: Der neue Tiguan ist ein komplettes Sport Utility Vehicle. Wer das nötige Kleingeld hat, braucht sich nicht mit weniger zufrieden geben und mehr braucht man eigentlich nicht. Es ist ordentlich Platz vorhanden, er bietet alle Möglichkeiten und Anzeigen für verbrauchsarmes oder sportliches Fahren, ist austattungsvariabel orderbar, sieht innen wie außen gut und wertig aus und dürfte einen hohen Wiederverkaufswert besitzen. Der Tiguan kann sportlich-schnell wie ein Tiger und ruhig-sicher wie ein LeGUAN, eben wie ein Tiguan.

Alle weiteren Fakten über den VW Tiguan findest du hier: www.volkswagen.de

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