Mercedes GLC 250d 4Matic

Feiner fährt keiner – Mercedes entdeckt alte Tugenden wieder und setzt beim GLC auf Komfort. Fürs Gelände ist der Mittelklasse-SUV fast zu schade.

Glaubt man den Herstellern, werden die Fahrzeuge bei jedem Modellwechsel immer „sportlicher“ und „dynamischer“. Selbstredend, dass der neue Mercedes GLC „höchsten Fahrkomfort mit viel Sportlichkeit“ verbindet, wie Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber betont. Doch eigentlich stimmt das bei disem Mittelklasse-SUV nicht: Er ist in Wirklichkeit sehr elegant und uneingeschränkt komfortabel. Wer genau das sucht, dürfte mit dem Nachfolger des kantigen GLK glücklich werden.

Mercedes GLC 250d 4Matic Zwar lässt sich der GLC bei Bedarf auch flink um die Ecke bewegen, doch seinem Charakter entspricht das nicht. Er fühlt sich auf der Autobahn am wohlsten, gefällt durch sein geringes Geräuschniveau, eine butterweich schaltende Automatik und eine angenehm sanfte Federung, die auch grobe Unebenheiten gelassen nimmt. Was in diesem Fall auch nicht verwunderte, weil der Testwagen mit der optionalen Luftfederung (2.261 €) versehen war. Zur Wahl steht auch noch ein Offroad-Paket (702 €) und ein Sportfahrwerk (405 €).

Doch auch ohne die Luftpolster ist der GLC ein Schmeichler, der die Insassen mit einem eleganten Innenraum in Chrom und Holz empfängt: Die Kunststoffe sind größtenteils geschäumt und fassen sich daher gut an. Die Verkleidungen der Dachsäulen wurden mit Stoff bespannt und das Brillenfach mit edlem Filz versehen. Und die Tasten und Drehregler rasten so exakt ein wie bei einer Tresortür – eine Detailverliebtheit, wie sie heute nur noch selten zu finden ist. Doch die hat ihren Preis: Rund 45.000 € sind für den günstigsten GLC fällig, natürlich ohne die netten Extras wie Head-up-Display (1.178 €), Ambiente-Beleuchtung (262 €) oder LED-Scheinwerfer (1.725 €).

Gut motorisiert ist der allradgetriebene GLC mit dem 204 PS starken Diesel, der nicht zu viel verbraucht (5,3 Liter) und wenig Schadstoffe ausstößt. Durch eine wirksame Abgasnachbehandlung mit AdBlue werden auch die problematischen Stickoxide auf ein niedriges Niveau reduziert.

Positiv: Hoher Fahrkomfort. Hohe Qualität. Umfangreiche Sicherheitsausstattung. Kräftiger und sparsamer Motor.
Negativ: Relativ kleiner Kofferraum. Teils komplizierte Bedienung.

Kürzel Erklärung:
GLC = GLK
Neuer Name, neues Glück? Mercedes hat einige seiner Modelle umbenannt. So wurde der GLK zum GLC und die M-Klasse zum GLE (Letzteren gibt es auch als Coupe). Die Buchstaben-Kombinationen setzen sich nach folgendem System zusammen: Die Bezeichnung eines jeden Mercedes-Allradlers beginnt mit einem „G“, benannt nach dem Urvater, der G-Klasse. Weil der GLA von der A-Klasse abstammt, trägt er ein „A“ im Namen, der GLC als technischer Bruder der C-Klasse ein „C“. Der GLE ist folgerichtig mit der E-Klasse verwandt. Und wofür steht das „L“? Eigentlich für: nichts. Es wurde mit der M-Klasse 1997 eingeführt, um Verwechslungen mit den M-Modellen von BMW zu vermeiden.

Alle weiteren Infos über den Mercedes GLC 250d 4Matic findest Du hier: www.mercedes-benz.de

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